Trauma
Traumatische Erfahrungen können sehr unterschiedlich sein:
- Gewalt oder Missbrauch in der Kindheit oder im Erwachsenenalter
- Unfälle oder plötzliche, lebensbedrohliche Ereignisse
- Verluste, Trennungen oder das Erleben von Todesfällen
- Vernachlässigung oder häufige Veränderungen im familiären Umfeld
- Überforderung, chronischer Stress oder belastende Lebensumstände
Solche Erfahrungen hinterlassen oft Spuren im Körper, im Nervensystem und in der Psyche. Dieses Erleben bleibt „offen“ im System und kann im Alltag immer wieder auftauchen – ausgelöst durch bestimmte Situationen, Worte, Blicke oder Nähe.
Dann reagiert Ihr Körper, als wäre die alte Gefahr erneut präsent: mit Angst vor Nähe, ständiger Alarmbereitschaft, oder einem überstarken Bedürfnis nach Sicherheit oder dem Impuls zu fliehen, zu kämpfen oder innerlich zu erstarren. Obwohl im Hier und Jetzt keine reale Bedrohung besteht, fühlt es sich genauso an.
Traumatische Erlebnisse aktivieren das Alarmzentrum im Gehirn. Diese Prozesse laufen nicht primär über den Verstand, sondern über tiefere, emotionale und körperliche Gehirnareale. Deshalb lassen sich traumatische Erfahrungen oft nicht allein durch rationales Verstehen oder durch bloßes darüber sprechen lösen. Häufig bleiben die automatischen Reaktionsmuster bestehen – selbst dann, wenn die ursprüngliche Situation längst vorbei ist.
Welche Spuren können auftreten?
- Körperliche Spannungen in Nacken, Schultern oder Rücken
- Herzrasen, Atemprobleme, innere Unruhe
- Rückzug, Scham, Hilflosigkeit
- Angst vor Nähe oder ein starkes Kontroll- und Sicherheitsbedürfnis
- Erschwerte Alltagsbewältigung und das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen
Wie ich Sie begleite
In der therapeutischen Arbeit geht es nicht nur darum, das Erlebte rational zu analysieren. Traumatische Erfahrungen sind oft im Körper und im emotionalen Erleben verankert, daher arbeite ich gezielt an diesen Ebenen, um Verarbeitung und Heilung zu ermöglichen.
Mit Methoden wie EMDR, Hypnosetechniken oder der Arbeit mit dem Inneren Kind begleite ich Sie dabei, das Erleben, das im System noch offen ist, nachträglich zu integrieren.
Das traumatische Erlebnis wird so verarbeitet, dass es seinen Platz in der ursprünglichen Situation findet – dort, wo es hingehört. Dadurch verliert es im Hier und Jetzt seine überwältigende Wirkung.
Gemeinsam erkennen wir körperliche und emotionale Reaktionen, verstehen Ihre inneren Schutzmechanismen und lernen, sie gezielt zu regulieren. Sie entwickeln Möglichkeiten, sich selbst Sicherheit und Halt zu geben und neue Erfahrungen von Stabilität zu erleben. Achtsamkeits-, Atem- und Körperübungen sowie psychotherapeutische Begleitung unterstützen diesen Prozess.
Mein Ziel ist es, dass Sie spüren: Traumata müssen nicht Ihr Leben bestimmen. Belastende Muster verlieren ihre Macht über Ihren Alltag, sobald sie integriert sind.
„Ein Trauma lebt nicht im Ereignis, es lebt im Nervensystem.“
Peter Levine
Blogartikel zum Thema: Trauma
- Traumasensitive Körperarbeit (TSK)Ich begleite traumasensitive Körperarbeit, bei der das Nervensystem durch bewusste, vorbereitende Übungen eingeladen wird, gebundene Stressaktivierung über feines, autonom entstehendes Zittern und sanfte Schwingbewegungen zu regulieren.

