EMDR-Therapie in Berlin-Pankow
EMDR ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Behandlung traumatischer Erfahrungen und kann dabei unterstützen, belastende Erinnerungen zu verarbeiten. Auf dieser Seite erfahren Sie, was EMDR ist, wie die Methode funktioniert und bei welchen Beschwerden sie eingesetzt werden kann. Außerdem erfahren Sie, wie eine EMDR-Therapie in meiner Praxis für Traumatherapie in Berlin-Pankow abläuft und was Sie dabei erwartet.
Was ist EMDR und wie kann die Methode helfen?
EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ und ist eine psychotherapeutische Methode, die insbesondere zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen eingesetzt wird. Dabei werden belastende Erinnerungen gezielt aktiviert, während gleichzeitig bilaterale Stimulationen eingesetzt werden – beispielsweise durch geführte Augenbewegungen.
Die Methode kann dabei helfen, dass belastende Erinnerungen ihre intensive emotionale Wirkung verlieren und besser im eigenen Erleben eingeordnet werden können. Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen, die bisher mit einer Erfahrung verbunden waren, können sich dadurch verändern.
EMDR wird nicht nur bei einzelnen traumatischen Erlebnissen eingesetzt. Auch wiederkehrende oder länger zurückliegende belastende Erfahrungen können therapeutisch bearbeitet werden. Welche Vorgehensweise sinnvoll ist, hängt dabei immer von Ihrer persönlichen Situation und Ihrer aktuellen Stabilität ab.
Wie funktioniert EMDR?
Bei EMDR wird zunächst etwas in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt, das Sie heute noch belastet. Das kann eine konkrete Erinnerung sein, aber auch ein Gefühl, ein Gedanke oder eine körperliche Empfindung. Anschließend folgt eine bilaterale Stimulation, beispielsweise durch geführte Augenbewegungen, bei der abwechselnd beide Seiten des Körpers angesprochen werden.
Währenddessen kann sich die Art und Weise verändern, wie das Erlebte emotional und körperlich wahrgenommen wird. Häufig verlieren belastende Erinnerungen oder Reaktionen im Verlauf an Intensität und können zunehmend als etwas Vergangenes erlebt werden.
Die Behandlung erfolgt schrittweise und angepasst an Ihre persönliche Situation. Vor der eigentlichen Verarbeitung geht es zunächst darum, ausreichend Stabilität und Sicherheit zu schaffen. Sie müssen dabei nicht alles erzählen oder eine vollständige Erinnerung an das Erlebte haben.
Bei welchen Beschwerden kann EMDR helfen?
EMDR wird vor allem zur Behandlung von Traumafolgen eingesetzt und kann dabei helfen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten. Die Methode kann beispielsweise bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), nach einzelnen traumatischen Ereignissen oder bei wiederholten und länger zurückliegenden belastenden Erfahrungen eingesetzt werden.
Je nach persönlicher Situation kann EMDR auch bei Beschwerden sinnvoll sein, die mit traumatischen Erfahrungen zusammenhängen, beispielsweise bei:
- wiederkehrenden belastenden Erinnerungen oder Bildern
- Ängsten und starker innerer Anspannung
- Schuld- oder Schamgefühlen
- belastenden körperlichen Reaktionen
- bestimmten Phobien oder Ängsten nach einschneidenden Erlebnissen
- anhaltenden Auswirkungen früherer belastender Erfahrungen
Ob EMDR für Sie geeignet ist, hängt von Ihren Beschwerden, Ihren bisherigen Erfahrungen und Ihrer aktuellen Stabilität ab. Gemeinsam können wir im Erstgespräch schauen, welche Form der therapeutischen Unterstützung für Sie sinnvoll sein kann.
Wie EMDR in der Traumatherapie helfen kann
Den Alarmmodus des Körpers beruhigen
Belastende oder traumatische Erfahrungen können dazu führen, dass der Körper auch lange danach in einen erhöhten Alarmzustand gerät. Manche Menschen reagieren dann in bestimmten Situationen sehr schnell mit Anspannung, Angst, Rückzug oder dem Gefühl, ausgeliefert zu sein.
EMDR kann dabei unterstützen, diese automatischen Reaktionen besser zu verarbeiten und wieder mehr innere Sicherheit und Ruhe im Umgang mit belastenden Situationen zu entwickeln.
Stärkende innere Überzeugungen entwickeln
Belastende Erfahrungen können beeinflussen, wie Menschen sich selbst wahrnehmen. Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“, „Ich bin schuld“ oder „Ich bin hilflos“ können sich tief verankern und das eigene Erleben prägen.
Im Rahmen der EMDR-Therapie können solche belastenden Überzeugungen betrachtet und verarbeitet werden. Dabei kann sich der Blick auf die eigene Person verändern und es können stärkende Gedanken und Gefühle entstehen, wie zum Beispiel „Ich bin wertvoll“ oder „Ich kann mit Herausforderungen umgehen“.
Individueller Einsatz
In meiner Arbeit passe ich EMDR immer an die persönliche Situation und die individuellen Themen an. Meine Klient:innen berichten, dass auch lange zurückliegende Erlebnisse an emotionaler Intensität verlieren und sie diese besser annehmen und einordnen können.
Wie läuft eine EMDR-Therapie-Sitzung bei mir ab?
Eine EMDR Therapie-Sitzung bei mir folgt einem klaren, strukturierten Ablauf, der Ihnen Sicherheit und Orientierung gibt. Jede Sitzung gliedert sich in mehrere Phasen:
Anamnese und Zielklärung
Zu Beginn besprechen wir Ihre aktuelle Situation, wichtige Erfahrungen und die Themen, an denen Sie arbeiten möchten. Gemeinsam klären wir, welche Erinnerungen oder inneren Reaktionen im Mittelpunkt stehen.
Vorbereitung und Stabilisierung
Ich erkläre Ihnen die EMDR-Methode und wir erarbeiten gemeinsam passende Stabilisierungstechniken. Dazu gehören Übungen zur Ressourcenaktivierung, damit Sie sich während der Verarbeitung sicher und gut begleitet fühlen.
Verarbeitung belastender Erfahrungen
Im nächsten Schritt betrachten wir die ausgewählte Erinnerung oder das belastende Thema. Durch bilaterale Stimulation, zum Beispiel Augenbewegungen oder Tapping, kann die Verarbeitung angestoßen werden und die emotionale Belastung kann sich verändern.
Integration und neue Perspektiven
Während der Verarbeitung können neue Gedanken, Gefühle und Bewertungen entstehen. Wir stärken hilfreiche innere Überzeugungen und unterstützen einen veränderten Umgang mit dem Erlebten.
Abschluss und Stabilisierung
Am Ende der Sitzung nehmen wir uns Zeit für die Nachbesprechung. Wir schauen gemeinsam auf Ihre Erfahrungen und besprechen, was für Sie im weiteren Verlauf hilfreich sein kann.
