Körperarbeit in Berlin-Pankow

In meiner Praxis für Traumatherapie in Berlin-Pankow arbeite ich mit einem körperorientierten Ansatz und beziehe das körperliche Erleben bewusst in den therapeutischen Prozess ein. Körperarbeit und Elemente aus der Körpertherapie können dabei unterstützen, körperliche Reaktionen bewusster wahrzunehmen, eigene Grenzen besser zu spüren und einen achtsameren Umgang mit dem eigenen Körper zu entwickeln.

Traumatische Erfahrungen und psychische Belastungen können sich nicht nur auf Gedanken und Gefühle, sondern auch auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers auswirken. Stress kann sich beispielsweise in Anspannung, Unruhe oder Erschöpfung, aber auch in einem Gefühl von innerer Distanz zeigen. Der Körper kann dabei sowohl als belastend als auch als wichtige Ressource für Stabilität und Selbstregulation erlebt werden. Genau hier setzt mein körperorientierter Zugang zur Traumatherapie an: Der Körper wird in den therapeutischen Prozess einbezogen, um solche Reaktionen wahrnehmbar und verstehbar zu machen und neue Erfahrungen von Sicherheit und innerer Stabilität zu ermöglichen.

Was ist Körperarbeit?

Körperarbeit bedeutet für mich, körperliche Wahrnehmung und Erfahrung in den therapeutischen Prozess einzubeziehen. Dabei geht es nicht um eine eigenständige körpertherapeutische Behandlung, sondern um körperbezogene Interventionen innerhalb meiner therapeutischen Arbeit.

Wir können gemeinsam erkunden, was Sie in Ihrem Körper spüren, wahrnehmen und erleben. Das können beispielsweise Spannung, Druck, Wärme, Kälte, Unruhe oder Bewegungsimpulse sein. Manchmal ist auch kaum etwas spürbar oder der eigene Körper wird als fremd oder belastend erlebt.

Gerade nach traumatischen Erfahrungen kann der Zugang zum eigenen Körper verändert sein. Manche Menschen nehmen körperliche Signale besonders intensiv wahr, andere haben Schwierigkeiten, sie überhaupt zu bemerken. Auch Dissoziation kann dazu führen, dass der Kontakt zum eigenen Körper zeitweise eingeschränkt ist.

Körper und Psyche werden deshalb gemeinsam betrachtet. Dabei kann auch das Nervensystem eine wichtige Rolle spielen: Wie reagiert es auf Stress? Woran lässt sich Übererregung oder Untererregung erkennen? Was vermittelt ein Gefühl von Sicherheit?

Wann kann Körperarbeit unterstützen?

Körperarbeit kann hilfreich sein, wenn sich psychische Belastungen auch körperlich bemerkbar machen oder die eigene Körperwahrnehmung schwer zugänglich ist.

Sie kann unter anderem dabei unterstützen,

  • Stress und Anspannung früher wahrzunehmen,
  • eigene Grenzen und Bedürfnisse besser zu erkennen,
  • Übererregung und Untererregung als mögliche Traumafolgen einzuordnen,
  • Schutzmechanismen des Körpers bewusster zu erleben,
  • Selbstregulation und innere Sicherheit zu fördern,
  • den eigenen Körper wieder weniger als Bedrohung zu erleben,
  • Ressourcen und Lebendigkeit zu stärken.

Dabei geht es nicht darum, jede körperliche Empfindung als Folge eines Traumas zu verstehen. Entscheidend ist die individuelle Erfahrung und deren Bedeutung im jeweiligen therapeutischen Prozess.

Körperwahrnehmung und Selbstregulation

Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die Entwicklung eines bewussteren Zugangs zum eigenen Körper. Dafür können einfache körperbezogene Übungen, achtsame Bewegungen oder stabilisierende Selbstberührungen eingesetzt werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Ihnen dabei hilft, sich zu orientieren, Präsenz zu entwickeln und sich im eigenen Körper zunehmend sicher zu fühlen. Die Übungen werden individuell ausgewählt und können – wenn sie passend sind – auch nach der Sitzung im Alltag angewendet werden. So lässt sich der therapeutische Prozess zwischen den Terminen weiterführen und vertiefen.

Körpergedächtnis und traumatische Erfahrungen

Im Zusammenhang mit Trauma wird häufig vom Körpergedächtnis gesprochen. Gemeint sind damit unter anderem automatische körperliche und emotionale Reaktionen, die mit belastenden Erfahrungen verbunden sein können. Bestimmte Situationen, Reize oder Körperempfindungen können Reaktionen auslösen, ohne dass unmittelbar bewusst ist, warum. In der Therapie können solche Reaktionen behutsam wahrgenommen und eingeordnet werden. Dabei steht nicht das erzwungene Wiedererleben traumatischer Erfahrungen im Vordergrund, sondern ein möglichst sicherer Umgang mit dem gegenwärtigen Erleben.